Weitere Verschärfungen durch das Bundesfinanzministerium bei Kassen!

Das Bundesfinanzministerium verschärft erneut die Anforderungen an die Aufzeichnungen von Barumsätzen.

Das Bundesfinanzministerium verschärft erneut die Anforderungen an die Aufzeichnungen von Barumsätzen. Sobald neben den Barumsätzen auch Umsätze mit EC-Karten oder Kreditkarten erzielt werden, müssen diese EC- und Kreditkartenumsätze nun im Kassenbuch in einer separaten Spalte oder in einem separaten Kassenbuch ausgewiesen werden. Sollten die Umsätze aus EC-Karten oder Kreditkarten vom Gesamtumsatz des Tages als fiktive Ausgabe im Kassenbuch abgezogen werden, habe das Kassenbuch einen formalen Mangel. Ein formaler Mangel berechtigt die Finanzverwaltung eventuell die Kassenführung als nicht ordnungsgemäß anzusehen und daher die Umsätze zu schätzen. Diese Schätzung führt dann zu einer Steuernachzahlung und ggf. auch zu einem Steuerstrafverfahren. Bitte passen Sie ggf. Ihre Aufzeichnung an.

Besonders problematisch ist, dass nicht alle elektronischen Kassen eine gleichzeitige Trennung nach unterschiedlichen Umsatzsteuersätzen und Zahlungsarten beherrschen. Wenn Sie Waren oder Dienstleistungen mit unterschiedlichen Umsatzsteuersätzen (i.d.R. 7 % und 19 %) erbringen, bitten wir Sie zu prüfen, ob Ihre Kasse die notwendigen Auswertungen ausgeben kann. Bitte prüfen Sie Ihre Kassen und lassen diese bei Bedarf kurzfristig so umstellen, dass eine gleichzeitige Trennung nach Umsatzsteuersätzen und nach Zahlungsarten (Bar, EC, Kreditkarte, ggf. Gutscheine) erfolgen kann und erfassen Sie diese Zahlungsarten auch bei jedem einzelnen Kassenvorgang entsprechend. Nur wenn diese Informationen aus dem Z-Bon hervorgehen, kann eine formal korrekte Eintragung im Kassenbuch erfolgen.

Wie der Steuerberaterverband halten wir diese Meinung des Bundesfinanzministeriums für nicht zwingend und in der Praxis nicht einfach umsetzbar.

 

https://www.dstv.de/interessenvertretung/steuern/steuern-aktuell/kassengesetz-sammlung/tb-115-17-vj-ec-kartenumsaetze

 

 

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